Gesetzeslücke in Italien lässt CBD boomen

Gesetzeslücke in Italien lässt CBD boomen

Bereits im Mai hat die Drogenaufsichtsbehörde der Europäischen Union Zahlen veröffentlicht, welche zeigen, dass mehr als ein Drittel aller Italiener mindestens einmal in ihrem Leben Cannabis konsumiert haben.

Die Pflanze ist im südeuropäischen Land also durchaus beliebt. Dass Interesse scheint aber über berauschende, THC-haltige Produkte hinaus zu gehen. CBD-Produkte boomen derzeit in Italien. Grund dafür ist vor allem eine Lücke im Gesetz. Das CBD Italien erlebt neuen Aufschwung.

CBD Italien: Trendfaktor Cannabis

Im Jahr 2016 hat die italienische Regierung den Anbau und Verkauf von Cannabis per Gesetz reguliert. Dabei wurde festgelegt, dass Cannabisprodukte mit geringem THC-Gehalt legal verkauft werden können.

Der Clou: Das Gesetz macht keinerlei Aussagen über die einzelnen Teile der Pflanze, weshalb nach Erlass des Gesetzes zahlreiche Hersteller sogenannte CBD-Blüten auf den Markt geworfen haben. Die Kunden fanden schnell großes Gefallen und der Marktführer italienischer CBD Blüten „Easy Joint“ macht mittlerweile über zwei Millionen Euro Umsatz pro Jahr.

Italien und CBD, das passt also. In Deutschland sind CBD Blüten legal zu kaufen nicht möglich. Dafür ist CBD Kaufen legal.

Cannabis Light Legalisierung

Ein aber noch größeres Kuriosum ist, dass zwar der Verkauf von „Cannabis Light“ – so der oft in Italien verwendete Name für CBD Produkte – legal ist, es aber ausschließlich für Forschung und Entwicklung, technische Nutzung oder Sammlungen verwendet werden darf. Der Privatkonsument kann CBD-Blüten also legal erwerben, macht sich dann aber beim Öffnen der Packung theoretisch strafbar.

Keine Behördenprobleme, keine Polizeikontrolle

Bisher scheint dies allerdings keinen der CBD Kunden in Italien sonderlich zu stören. Auch sind keine Berichte bekannt, die zeigen, dass solche „Vergehen“ bisher geahndet würden. Insgesamt kann man also von einer für den Cannabidiol-Markt positiven Entwicklung in Italien sprechen – wenn auch unter zum Teil kuriosen Umständen.

Von Deutschland kann man das nicht behaupten. THC Richtlinien werden hier ernst genommen.