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Cannabis auf Privatrezept: Auch ärztliche Leistung muss selbst bezahlt werden

Wer sich Cannabis auf Privatrezept verschreiben lässt, muss auch die im Zusammenhang mit der Verordnung anfallenden ärztlichen Leistungen selbst bezahlen. Das gilt immer dann, wenn der Arztbesuch auf privater Basis erfolgt, also kein kassenärztliches Behandlungsverhältnis zustande kommt. Über diesen Sachverhalt informiere unlängst die Pressestelle der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz als Reaktion auf eine Reihe von Patienten, die Cannabis auf einem Privatrezept verordnet bekamen, die zugrundliegende Untersuchung bzw. Behandlung aber mit der Krankenkasse abgerechnet wurde.

Cannabisblätter

Es kommt häufig vor, dass Patienten einen Arzt bereits mit dem Wunsch konsultieren, ein Cannabidiol Präparat auf Privatrezept verordnet zu bekommen. Das ist grundsätzlich unproblematisch, birgt aber eine Art „Falle“, die es unbedingt zu beachten gilt. Zu einer Erstverordnung gehört eine mehr oder weniger ausgedehnte Untersuchung bzw. Behandlung. Diese muss in solchem Fall ebenfalls vollständig privat bezahlt werden. Eine Übernahme durch die Krankenversicherung ist ausgeschlossen. Zusammenfassend heißt es hierzu vom Deutschen Hanfverband: „Wer sich entscheidet, einen Arzt auf privater Basis zu konsultieren, verzichtet auf alle Krankenkassenleistungen.“

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Cannabis auf Privatrezept: Auch ärztliche Leistung muss selbst bezahlt werden

Verunsicherung nach Schreiben von Landesärztekammer Rheinland-Pfalz

Die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz hatte vor wenigen Wochen ein Schreiben an einen Mediziner herausgeschickt, in dem diesem – Pressemeldungen zufolge – die private Verordnung von Hanfpräparaten untersagt wurde. In dieser Pauschalität stimmt das so zwar nicht, dennoch wandten sich viele besorgte Nutzer an den Hanfverband. Ihre Sorge war, dass privatärztliche Verschreibungen von Cannabis-haltigen Medikamenten nun grundsätzlich illegal seien. Die Pressestelle der Kammer beruhigte aber: Es handele sich lediglich um Einzelfälle, in denen Patienten ein Privatrezept erhielten, die restliche Leistung aber über die Krankenkasse abgerechnet wurde. „Solche Verschreibungen sind dann unzulässig“, so die Mainzer Medizinervertretung.

Cannabis auf Privatrezept ist eine Form der IgeL-Leistung

Muss ein Patient damit rechnen, dass seine Krankenkasse die gewünschte medizinische Leistung nicht übernimmt, steht ihm die private Finanzierung jederzeit frei. Experten sprechen bei der Cannabis-Verordnung von einer Art der „Individuellen Gesundheitsleistung“, besser bekannt als IgeL-Leistung. Gleichwohl fehlt es hier noch an Transparenz. Der Hanfverband stellt hierzu fest: „IgeL-Leistungen werden in Arztpraxen offen angesprochen und fast schon beworben, während medizinisches Cannabis bislang noch gar nicht als Individuelle Gesundheitsleistung wahrgenommen wird.“. Aus diesem Grund kann es durchaus passieren, dass nicht einmal Ärzte und Praxisangestellte von dieser Konstellation wissen und die medizinische Leistung mit der Krankenkasse abzurechnen versuchen. Der Deutsche Hanfverband rät daher, das Thema beim Arzt offen anzusprechen. Eine Geschäftsbeziehung sollte nur zwischen ihm und seinem Patienten geschlossen werden. Damit werden spätere böse Überraschungen vermieden.

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