Weiterhin keine Einigung über CBD-Status als Novel Food

Erst letzte Woche atmete die deutsche Hanfbranche etwas auf, da ein vorläufiges Ende des ewigen Tauziehens in Aussicht war. Nachdem das Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in einem Positionspapier formulierte, CBD-Produkte seien grundsätzlich als Novel Food zu betrachten, schaltete sich die European Industrial Hemp Association ein und widersprach dieser Einschätzung öffentlich. Überraschenderweise teilte das Landwirtschaftsministerium diese Ansicht. Vorbei ist der „Hickhack“, wie es das Hanfjournal treffend formuliert, leider weiterhin nicht. Offenbar ist man sich in Berlin uneinig.

Es könnte alles so einfach sein: Anhand wissenschaftlicher Untersuchungen lässt sich eindeutig belegen, dass Hanf schon vor hunderten, ja tausenden von Jahren intensiv genutzt wurde – ausdrücklich auch zu Ernährungszwecken. In diesem Zusammenhang von einem „Novel Food“, also einem neuen Lebensmittel zu sprechen, verbietet sich demnach schon mathematisch, nämlich wenn man die schieren Zeiträume berechnet. In der heutigen Pressemitteilung des Hanfjournals lautet es weiter:

Demnach wurden CBD-haltige Teile der Cannabis-Pflanze bereits vor dem Inkrafttreten der Novel-Food-Verordnung am 15.05.1997 in den Mitgliedstaaten der EU in nennenswertem Umfang zubereitet und verzehrt.