USA: Weißes Haus befragt Bürger zu Cannabis

https://pixabay.com/de/photos/weißes-haus-washington-präsident-1953465/Die Neuigkeiten dieser Woche kommen aus den USA. Dort ist derzeit vor allem im Zuge der Legalisierung im Nachbarland Kanada das Thema Cannabis in aller Munde. Nun ging die US-Regierung unkonventionelle Wege und befragte bis vor kurzem Bürger zu ihrer Einstellung gegenüber Cannabis, um so herauszufinden, wie das aktuelle Meinungsbild aussieht.

An der Studie teilnehmen konnten sowohl Staatsbürger der USA als auch jede andere Privatperson. In der Online-Umfrage, welche durch die amerikanische Gesundheitsbehörde „FDA“ durchgeführt wurde, sollte dabei vor allem ermittelt werden, wie die Einstellung der breiten Masse gegenüber dem Potential, der Gefahren und einer möglichen Legalisierung von Cannabis aussieht.

Der Hintergrund ist folgender: In den USA ist Cannabis bisher weitestgehend illegal, auch wenn einzelne Staaten entsprechende Erzeugnisse bereits legalisiert haben. Auf Bundesebene kann Cannabis bisher vor allem deshalb nicht legalisiert werden, da die USA wie auch zahlreiche andere Staaten weltweit sogenannte Drogenabkommen unterzeichnet hat. Aufgrund dieser können die entsprechenden Länder bisher Cannabis nur in Ausnahmefällen wie beispielsweise bei medizinischer Notwendigkeit erlauben.

Im November findet nun in Genf ein Treffen der Weltgesundheitsorganisation WHO und den Repräsentanten der UN-Mitgliedsstaaten statt. Dabei soll unter anderem darüber diskutiert werden, wie Cannabis auf globaler Ebene eingestuft werden sollte und wie sich dies auf internationale Drogenabkommen auswirken kann. Auch einzelne Cannabinoide wie CBD werden Thema sein. Bereits vor einiger Zeit äußerte sich die WHO dazu folgendermaßen:

„CBD wurde im Allgemeinen gut vertragen und hat ein gutes Sicherheitsprofil“.

Auf Basis der Umfrage möchte das Weiße Haus offensichtlich ableiten, wie man sich bei entsprechenden Verhandlungen am besten verhalten solle. Die FDA sagt dazu: „Die WHO wird diese Informationen nutzen, um zu prüfen, ob bestimmte internationale Beschränkungen für diese Stoffe empfohlen werden sollten.“

Dieses doch recht ungewöhnliche Vorgehen der US-Regierung überrascht und stimmt gleichzeitig hoffnungsvoll, dass sich die Umfrage positiv auf das langfristige Ziel der Legalisierung von Cannabis auswirken könnte. Es bleibt natürlich noch abzuwarten, wie die Ergebnisse ausfallen und inwiefern diese tatsächlich Auswirkungen auf das Handeln der US-Regierung sowie der WHO haben.

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