Erneute CBD-Razzia – Diesmal in Köln

Immer öfter wird in den Medien von Razzien berichtet, in denen ganze CBD-Shops auf den Kopf gestellt und Teile des Sortiments der Händler durch die Polizei und Staatsanwaltschaft beschlagnahmt wurden. Ein Händler, den es dabei bereits mehrmals getroffen hat, ist die Hanfbar. Gestern (am 06.08.) wurde Medienberichten zufolge nun erneut in einer Hanfbar eine Razzia durchgeführt, diesmal in einer Kölner Filiale. Das Vorgehen der Polizei war diesmal jedoch besonders erstaunlich.

Razzien in CBD Shops und ähnlichen Läden hatten in der Vergangenheit bisher vor allem ein Ziel: CBD Blüten. Diese Nutzhanf-Blüten mit erhöhtem CBD-Gehalt sind in Deutschland genau genommen nicht auf legale Weise an Privatpersonen zu verkaufen, weshalb Händler solcher Produkte in den letzten Monaten des Öfteren mit der Justiz aneinander gerieten. Vor allem den Besitzern der Hanfbar ist dies nicht neu. So wurde die Hauptfiliale in Braunschweig mittlerweile mehrmals Ziel einer solchen Razzia durch die Polizei. Diese hat jedes Mal auch entsprechend Hanf-Blüten beschlagnahmt, einer der Betreiber der Hanfbar saß in der Vergangenheit in Zusammenhang mit solch einer Polizeiaktion sogar bereits in Untersuchungshaft.

Der Hanfbar-Betreiber Bardia Hatefi melde sich kurz nach der gestrigen Razzia in Köln per Videobotschaft und sagte darin unter anderem:

„Wieder einmal haben die Behörden bewiesen, dass sie entweder gar keine Ahnung von dem haben, was sie da gerade machen – oder aber sie machen das bewusst, um Existenzen von Hanfladen-Betreibern zu zerstören.“

Man muss hier klar sagen, dass Razzien gegen Läden, die CBD-Blüten verkaufen, verständlich und in gewisser Weise sicherlich auch (zumindest juristisch) gerechtfertigt sind. Das besondere bei der gestrigen Polizeiaktion war jedoch, dass die Beamten nicht nur Blüten, sondern auch Tee-Mischungen, Kosmetika, CBD-Schokolade und sogar Hanfsamen beschlagnahmten. Inwiefern dies auf bloßer Unwissenheit der Beamten vor Ort zurückzuführen ist oder Teil des Auftrags der Staatsanwaltschaft war, ist derzeit noch nicht bekannt. Sicher ist jedoch, dass Händler von CBD-Blüten scheinbar weiter damit rechnen müssen, ihre Waren durch die Justiz beschlagnahmt zu bekommen.

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