Europas größter Schlachthof wird zur CBD-Fabrik

Seit nunmehr über 14 Jahren stand die riesige Immobilie in der Nähe von Dresden leer. Nun hat ein ausländischer Käufer mit besonderen Absichten den Zuschlag erhalten. Die Rede ist vom „Gewerbepark Naunhof“, ehemals Europas größtem Schlachthof. Hier soll in Zukunft CBD Hanf angebaut und verarbeitet werden – und dies in ganz großem Stil.

Der Gewerbepark Naunhof liegt zwischen den beiden Orten Radeburg und Meißen in Sachsen. Als die Immobilie noch als Schlachthof in Betrieb war, wurden hier täglich bis zu 2000 Schweine und 400 Rinder zur Verarbeitung zu Wurst- und Fleischwaren geschlachtet. Es handelte sich daher jahrelang um den größten Schlachthof Europas. Nach der Schließung stand das riesige Grundstück jedoch lange Zeit leer. Im vergangenen Jahr nun hat das kanadische Unternehmen „Maricann“ die Immobilie gekauft. Maricann ist ein Unternehmen, welches sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Cannabis- und insbesondere CBD-Produkten spezialisiert hat. Nachdem vor einiger Zeit die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland gelegt wurden, gehört Maricann nun zu den ersten Unternehmen, die in Deutschland CBD-Hanf angebaut, geerntet und verarbeitet haben.

Auf den rund 100.000 Quadratmetern Fläche sollen schon bald CBD-Extrakte hergestellt werden. Bereits jetzt befindet sich eine Trocknungs- und Verarbeitungsanlange in Betrieb, welche bis zu 50 Tonnen CBD-Blüten täglich verarbeiten könnte. Der Anbau der Pflanzen wird derzeit durch den Vertragslandwirt Heinz Schönleber durchgeführt. Dieser baut mittlerweile 5 verschiedene, durch die EU zertifizierte CBD-Hanfsorten an. Allen ist gemein, dass der THC-Gehalt unter 0,2% liegt. Dies ist gesetzlich vorgeschrieben.

Im Spätsommer 2018 konnte bereits die erste Ernte eingefahren werden. Auf stolzen 165 Hektar Ackerfläche (dies entspricht in etwa der Größe von 230 Fußballfeldern) wurden die Pflanzen auf bis zu 4 Meter Höhe herangezogen. Dies sorgte zum Teil für viel Aufmerksamkeit. Der Prokurist von Maricann wird hierzu zitiert:

„Wer an den Feldern vorbeikam, rieb sich angesichts der Hanfblüten schon erst einmal verwundert die Augen“.

Um die Blüten zu schonen wurde sogar eine neue Erntemethode entwickelt. Aus den Blüten werden durch Maricann nun vor allem CBD Öl und CBD Kapseln hergestellt.

In Zukunft soll die gesamte Produktion deutlich größer werden. So ist geplant, die Anbaufläche auf bis zu 1000 ha zu erweitern. Auch die Beschaffung und Inbetriebnahme weiterer Maschinen und Herstellungsbereiche soll schon bald erfolgen. Insgesamt sollen in den nächsten ein bis zwei Jahren rund 25 Millionen Euro in das Projekt fließen. Vor allem für den Standort Sachsen ist dies also ein bedeutendes Projekt.

5% RABATT

Wenn Sie unseren Newsletter abonnieren!