Schweiz: Zukünftig Einheitsverpackungen für CBD-Produkte?

In der Schweiz wird in Fachkreisen derzeit heiß diskutiert, inwiefern Verpackungsdesigns von CBD-Produkten möglicherweise falsche Signale senden könnten. Ausschlaggebend für die Diskussion sind vor allem die Verpackungen der Firma „Pure Production AG“, welche ihre neuesten CBD-Blüten mit einer farbenfrohen Verpackung bewirbt, auf der ein Einhorn abgebildet ist. Es wird nun diskutiert, ob dies möglicherweise Kinder und Jugendliche anzieht und man die Gesetzgebung entsprechend anpassen sollte.

Vor allem die Schweizer SVP-Nationalrätin Verena Herzog forderte nun den Bundesrat dazu auf, von dem Problem Kenntnis zu nehmen und gegebenenfalls über eine Gesetzesänderung zu beraten. Ihrer Meinung nach ist es eindeutig, dass Kinder und Jugendliche durch farbige Fabelfiguren direkt angesprochen werden. Kurz darauf meldete sich jedoch der Bundesrat zu Wort und meinte, man sehe sich da Problem an, in Bezug auf die Verpackungen der Pure Production AG sagte man aber ganz klar: „Da diese (…) nicht gegen geltendes Recht verstoßen, werden diese toleriert.“

Steven Senn, der CEO des Unternehmens Pure Production äußerte sich vor kurzem selbst dazu:

„Wir halten uns mit unseren Produkten genau an die Richtlinien und die geltenden Jugendschutzbestimmungen. Wir wollen mit unseren Verpackungen nicht gezielt bei Jugendlichen für unsere Produkte werben.»

Nur wenn das Design ausschließlich auf Kinder abzielen würde, wäre dies strafbar. In der nahen Zukunft ist jedoch eine Anpassung des Tabakproduktegesetzes geplant. Dieses greift auch für sogenannte Tabakersatzprodukte, worunter beispielsweise CBD-Blüten fallen. So ist es denkbar, dass schon bald alle Produkte dieser Art in einfarbigen, designlosen Verpackungen vertrieben werden müssten. Bereits 2012 erließ Australien ein ähnliches Gesetz und mittlerweile sind zahlreiche Länder weltweit diesem Beispiel gefolgt.

Ob es jedoch tatsächlich zu einer entsprechenden Gesetzesänderung kommt ist noch offen. Auch ob nur Tabak- oder auch CBD-Produkte darunter fallen, bleibt abzuwarten. In Bezug auf die Pure Production Produkte sagt Steven Senn bereits jetzt:

«Wir werden die Produktgestaltung überarbeiten, dies war im Rahmen der Produktevaluation auch schon so vorgesehen.»

5% RABATT

Wenn Sie unseren Newsletter abonnieren!