Rap und CBD – Wird Cannabidiol jetzt zur Lifestyle-Marke?

Aufgrund des stetig wachsenden Marktes wird ja bekanntermaßen auch die Produktpallette rund um das Thema CBD immer größer. Zu den Anbietern zählen dabei Unternehmen aus zum Teil recht verschiedenen Branchen. Die Zielgruppe ist den meisten Herstellern in der Regel jedoch gemein. Oft richten sich das Angebot und entsprechende Marketingbemühungen vor allem an gesundheitsbewusste Menschen, die auf ihre Ernährung achten und diese möglichst vielfältig und ausgewogen gestalten möchten.

Seit kurzem taucht CBD aber auch immer öfter als eine Art Lifestyle-Produkt auf. So bringen mittlerweile beispielsweise auch diverse Rapper ihre „eigenen“ CBD Produkte auf den Markt. Doch wie ist dies zu bewerten?

Erst vor wenigen Tagen gab beispielsweise der deutsche Rapper „PA Sports“ bekannt, dass er von nun an seine eigene CBD-Sorte auf den Markt bringt. Dabei spielt er relativ offensichtlich mit dem sonst eher verruchten Image der Cannabispflanze und preist CBD deshalb als Alternative zum herkömmlichen „Kiffen“ an. Und genau hierin liegt das Problem: Cannabidiol wird im Zuge dessen nämlich fälschlicherweise als eine Art „Ersatzdroge“ dargestellt, was eben jene Menschen bestätigt, die CBD als eine Art Rauschmittel sehen. Dass das Cannabinoid jedoch eben nicht high macht und auch keinerlei vergleichbare Wirkung mit THC hat, wird dabei wenn möglich nicht genannt.

Der Rapper selbst hat nach eigener Aussage über lange Zeit THC-reiche Cannabisprodukte konsumiert und verwendet nun CBD als Ersatzprodukt. Von dessen Tauglichkeit ist er überzeugt: „Wir holen die Kiffer von der Straße“, sagt er. Gänzlich unerwähnt lässt er dabei aber, dass der Großteil der Zielgruppe seiner Musik (welche eher im Bereich der 12- bis 18-Jährigen liegt) von Gesetzeswegen CBD gar nicht beziehen darf.

Der Rapper bewegt sich daher auf recht dünnem Eis und es bleibt abzuwarten, inwiefern seine Produkte und Marketingstrategien von Erfolgt gekrönt sein werden. PA Sports ist mit seinen Produkten übrigens nicht der Erste in Deutschland. Bereits vor einiger Zeit hat der Rapper „Marvin Game“ einen CBD-Hanfblütentee auf den Markt gebracht. Dieser hält sich mit solchen Aussagen jedoch einigermaßen zurück. Insgesamt scheint hier relativ eindeutig und offensichtlich mit dem Klischee „Rap und Kiffen“ gespielt zu werden, wodurch den Bemühungen der CBD-Industrie, den Ruf von Cannabidiol zu verbessern, leider zum Teil entgegen gewirkt wird.

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