Der Investment Fond hat nach eigenen Aussagen das Potential der Firma erkannt und ohnehin seit längerem den europäischen Markt beobachtet. Mit 742 Millionen Menschen und rund 2,3 Milliarden Euro an Ausgaben für Gesundheit gilt Europa nämlich als der potenziell größte Markt für medizinisches Cannabis weltweit.

Durch die Finanzspritze soll es dem Frankfurter Unternehmen vor allem gelingen, über seine bisherigen Handlungsfelder im Bereich der Lagerung und des Vertriebs hinaus auch im Bereich der Herstellung aktiv zu werden. Zudem soll mit den Mitteln ein sogenannter „EU GxP Innovation Hub“ ausgebaut werden. Mit Hilfe eines solchen Hubs soll der Markt für medizinisches Cannabis in der EU professionalisiert werden. Jakob Sons, Mitbegründer des Start-Ups sagt hierzu:

„Anders als der Großteil unserer Wettbewerber sind wir kein von externen Dienstleistern abhängiger Arzneimittelvermittler, sondern bewegen seit jeher tagtäglich unsere Produkte physisch in unseren eigenen Lagern und werden auch sämtliche Prozessschritte in der Weiterverarbeitung eigenständig durchführen“.

Aus Fachkreisen hört man, dass die Investition des Fonds auch dafür gedacht ist, den CBD Markt unter die Lupe zu nehmen und auch hier Potentiale zu ermitteln. Die EIHA (European Industrial Hemp Association), HempConsult und das nova-Institut schätzen nämlich, dass allein der CBD-Markt in Europa ein Volumen von rund 2 Mrd. Euro einnimmt. Zusätzlich gilt das Wachstumspotential hier als enorm. Der Markt für medizinisches Cannabis soll zudem bei ca. 55 Mrd. Euro liegen. Es verwundert also nicht, dass auch das Interesse von außenstehenden Investoren im Bereich CBD und Cannabis immer größer wird.